Behandlungsspektrum

BehandlungsspektrumIn meiner Praxis für Verhaltenstherapie biete ich neben der Einzelpsychotherapie, Gruppentherapie, Paargespräche sowie Beratung und Coaching für Erwachsene an. Die Auswahl einer für Sie passenden Therapieform ist abhängig von Ursache und Schwere der subjektiven Belastung. Anbei erhalten Sie einen Überblick über die Erscheinungsform psychische Probleme und Störungen:

  • Depressive Störungen
  • Bipolare Störungen
  • Angststörungen (Soziale Phobie, Generalisierte Angststörung, Agoraphobie, Panikstörung, Spezifische Phobie)
  • Zwangsstörungen
  • Somatisierungsstörungen (medizinisch unklare Körperbeschwerden & Krankheitsängste)
  • Essstörungen (Anorexie, Bulimie, BED, Adipositas)
  • Posttraumatische Belastungsstörung (PTBS)
  • Aufmerksamkeitsdefizitstörung mit/ohne Hyperaktivität (AD[H]S)
  • Persönlichkeitsstörungen
  • Suchterkrankungen

 

Depressive Störungen

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Stimmungsschwankungen und -tiefs kennt jeder, halten Phasen der Niedergeschlagenheit und Erschöpfung jedoch über einen Zeitraum von mind. 2 Woche an und sind begleitet von Antriebslosigkeit, innerer Unruhe, Konzentrationsverlust und Interesse- sowie Freudlosigkeit handelt es sich um eine depressive Episode. Betroffene ziehen sich vom sozialen Umfeld zurück, leiden unter Schlafstörungen und Veränderungen des Appetits, sexueller Lustlosigkeit und blicken pessimistisch und hoffnungslos in die Zukunft. Selbstzweifel, Schuldgefühle sowie ein Gefühl innerer Leere treten auf, teilweise kommt es sogar zu Selbstmordgedanken. Depressive Episoden können einmalig oder wiederholt auftreten und können auch einen chronischen Verlauf aufweisen.

 
Bipolare Störung

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Bei der bipolaren bzw. ‚manisch-depressiven Störung‘ wechseln sich Phasen depressiver sowie manischer bzw. hypomanischer Stimmung ab. Eine depressive Episode zeichnet sich aus durch Niedergeschlagenheit, Antriebslosigkeit, Interessenverlust, Schlafstörungen, Hoffnungslosigkeit, Konzentrationsschwierigkeiten, innere Unruhe, Energieverlust, Veränderungen des Appetits, Schuldgefühle, Selbstzweifel oder Suizidgedanken auf. Im Gegensatz dazu kommt es bei einer manischen (oder in abgeschwächter Form hypomanischen) Episode für mindestens 4 Tage zu einer anhaltend gehobenen oder gereizten Stimmung, gesteigerter Aktivität, einer überhöhten Selbsteinschätzung, gesteigerter Gesprächigkeit, Ideenreichem Gedankenrasen, einem verminderten Schlafbedürfnis, einem gesteigerten Sexualtrieb sowie vermehrter Ablenkbarkeit. Betroffene verlieren soziale Hemmungen und verhalten sich leichtsinnig und rücksichtslos (z.B. übertriebene Geldausgaben, vermehrte sexuelle Kontakte, rücksichtsloses Fahren). Manische sowie depressive Phasen wechseln sich im Krankheitsverlauf ab, wobei die depressiven Phasen länger andauern können.

 
Angststörungen

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Bei der Sozialen Phobie besteht ausgeprägte Angst sich in sozialen Situationen besonders peinlich oder beschämend zu verhalten. Die Angst mit fremden Menschen ein Gespräch zu führen, einen Vortrag zu halten, alleine auf eine Party zu gehen, Vorstellungsgespräche zu führen oder anderen gegenüber Kritik zu äußern, ist häufig so stark, dass es begleitend zu körperlichen Symptomen wie Herzklopfen, Schwitzen, Zittern, Erröten und Schwindel kommt. Die Befürchtung, andere könnten dies bemerken, lässt die Angst sich zu blamieren ansteigen und führt zum Vermeiden der befürchteten Situation, was die Problematik im Sinne eines Teufelskreislaufes nur verstärkt.

Bei der Generalisierten Angststörung handelt es sich um vielfältige Sorgen und Befürchtungen, die nicht auf bestimmte Situationen, Objekte oder Ereignisse beschränkt sind. Betroffene sorgen sich z.B. dass Familienmitgliedern oder Freunden etwas Schlimmes wiederfährt, dass Arbeit, Gesundheit oder Finanzen bedroht sind. Das ständige Sich-Sorgen führt zu einer permanenten Anspannung, welche weitere Angstsymptome wie Herzklopfen, Benommenheit, Schwindel, Schwitzen, Zittern oder aber auch Schlafstörungen und Konzentrationsschwierigkeiten begünstigt. Aufgrund der ständigen Sorgen sind Betroffene in ihrem Alltag sowie der Lebensqualität meist deutlich eingeschränkt.

Die Agoraphobie bezeichnet Angst vorm Aufsuchen bestimmter Orte und Situationen. Panikartige Angst stellt sich ein beim Besuch von Kaufhäusern, öffentlichen Veranstaltungen, Menschenmengen, beim Fahren in Bus, Bahn oder U-Bahn oder dem Besuch öffentlicher Plätze ein und ist begleitet von der Sorge die Kontrolle zu verlieren und nicht rechtzeitig die Situation verlassen zu können. Aufgrund dessen suchen Betroffene entsprechend angstbesetzte Orte oder Situationen nicht auf oder stehen diese nur mit großer Anstrengung durch. Befinden sich die Betroffenen in einer solchen Situation, leiden sie derweil unter körperlichen Reaktionen wie Herzrasen, Atemnot, Schwitzen, Zittern, Schwindel, etc.. Die Angst vor weiteren Panikattacken führt häufig dazu, dass entsprechende Situationen und Orte vermieden werden, ein Teufelskreis entsteht.

Die Panikstörung zeichnet sich durch das Auftreten plötzlicher, beinahe ‚aus heiterem Himmel‘ kommender Angstanfälle aus, die objektiv unbegründet sind. Typisch ist die „Angst vor der Angst“, d.h. die Angst vor weiteren Panikattacken, die mit einer starken körperlichen Reaktion wie Herzrasen, Enge in der Brust, Atembeschwerden, Zittern, Schweißausbrüche, Taubheitsgefühle, Übelkeit, der Empfindung neben sich zu stehen und Schwindel einhergehen. Ohnmachtsgedanken, Angst die Kontrolle zu verlieren und Befürchtungen des Schlimmsten treten auf. Daraus resultiert häufig Vermeidungsverhalten, d.h. bestimmte Situationen oder Orte werden gemieden, was wiederum eine deutliche Einschränkung im Alltag bedeutet.

Spezifische Phobien beschreiben Ängste vor bestimmten Situationen, Objekten oder Ereignissen. Hierzu zählen beispielsweise Höhenangst, Spinnenangst, Angst vor engen Räumen, Aufzügen oder Flugangst. Die Betroffenen wissen, dass ihre Angst unbegründet ist, erleben in den jeweiligen Situationen jedoch eine ausgeprägte Furcht, die körperliche Rektionen (z.B. Herzrasen, Zittern, Schwitzen, Atembeschwerden, Schwindel) mit sich bringt. Oft besteht die Befürchtung, dass Schlimmes passieren könnte, Katastrophengedanken dominieren das Denken. Gefürchteten Situationen oder Objekte werden vermieden, nur mit großer Anstrengung bewältigt oder in Begleitung anderer Menschen durchgestanden.

 
Zwangsstörung

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Die Zwangsstörung ist eine Angststörung. Man unterscheidet zwischen Zwangshandlungen und -gedanken. Bei den Zwangshandlungen handelt es sich um Verhaltensweisen, die ritualisiert und wiederholt durchgeführt werden, um eine innere Anspannung zu reduzieren. Vorhandene Wasch-, Kontroll-, Zähl- Ordnungs- und Sammelzwänge werden von den Betroffenen selbst als unnötig und quälend erlebt, dennoch durchgeführt, da es beim Versuch der Unterdrückung der Handlungsimpulse zu noch höherer innerer Anspannung kommt. Zwangsgedanken sind Vorstellungen oder Ideen, die sich wiederholt aufdrängen. Der Inhalt der Gedanken wird als negativ erlebt, z.B. handelt es sich um Verschmutzungs- oder Ansteckungsthemen. Der Verlauf einer Zwangsstörung ist in der Regel chronisch, sodass weitere Probleme im psychosozialen Bereich (Beruf, Familie) bestehen, häufig auch weitere psychische Störung, z. B. eine Depression, bestehen.

 
Somatisierungsstörungen

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Bei den Somatisierungsstörungen treten unterschiedliche körperliche Beschwerden auf, für die sich jedoch keine ursächliche körperliche Störung finden lässt. Unterschiedliche stark ausgeprägte Beschwerden bestehen bei der Somatisierungsstörung über mindestens zwei Jahre, bei der undifferenzierten Somatisierungsstörung mindestens 6 Monate lang und können sich auf jeden Teil des Körpers beziehen. Beispielsweise tragen starke Kopf-, Bauch oder Rückschmerzen ebenso wie Atembeschwerden oder psychosexuelle Beschwerden dazu bei Ärzte zu konsultieren, verschiedene medizinische Spezialeinrichtungen aufzusuchen, sich langwierigen Untersuchungen und Operationen zu unterziehen, die allesamt jedoch keinen nennenswerten Behandlungserfolg mit sich bringen.
Die Akzeptanz, dass die Körpersymptome keine körperliche Ursache haben, besteht nur kurz oder auch gar nicht, wie z.B. bei der Hypochondrischen Störung. Die stetige, vor allem auch gedankliche Beschäftigung mit den Körperbeschwerden und möglichen Ursachen (z.B. schweren Erkrankungen) nimmt im Leben der Betroffenen viel Raum ein und belastet darüber hinaus soziale Beziehungen (Kontakt zu Familie und Freunden). Als besonders einschränkend wird die Schmerzstörung empfunden. Mindestens sechs Monate lang anhaltende Schmerzen führen zu Beeinträchtigungen im persönlichen, sozialen oder beruflichen Bereich und treten vor allem in Zusammenhang mit emotionalen Konflikten und psychischen Belastungen auf.

 
Essstörungen (Anorexie, Bulimie, Binge Eating Disorder, Adipositas)

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Essstörungen, von denen durchschnittlich mehr Frauen als Männer betroffen sind, beginnen meist in der Jugend oder frühem Erwachsenenalter und nehmen nicht zuletzt wegen eines gesellschaftlich propagierten Schönheits- und Schlankheitsideals unserer Gesellschaft kontinuierlich zu. Unter dem Begriff „Essstörungen“ werden verschiedene Formen von Störungen des Essverhaltens zusammengefasst, eine sichere und eindeutige Zuteilung in unterschiedliche Erscheinungsformen ist nicht immer möglich.
So weisen Menschen, die an einer Anorexia nervosa (Magersucht) leiden, ein zu niedriges Körpergewicht (BMI>17,5) auf und empfinden sich dennoch als zu dick. Ein verzerrtes Körperbild trägt zum restriktivem Essverhalten bei, darüber hinaus wird die Einnahme von Abführmitteln, Appetitzüglern, das Erbrechen geringer Mengen Nahrung wie auch ein ausgeprägtes Sportverhalten zur Gewichtskontrolle eingesetzt. Gedanken an eine Gewichtszunahme trotz körperlicher Beschwerden, wie z.B. Frieren, Haarausfall, Schlafstörungen und Ausbleiben der Menstruation, lösen Angst aus.

Die Bulimia nervosa (Ess-Brech-Sucht) ist durch das Auftreten von Essanfällen gekennzeichnet. Große Mengen meist hochkalorischer Nahrung werden von Betroffenen in kurzer Zeit, begleitet von dem Gefühl die Kontrolle über das Essen zu verlieren, konsumiert. Anschließende Übelkeit, Völlegefühl sowie die Angst vor einer Gewichtszunahme bedingen selbst herbeigeführtes Erbrechen, den Abusus von Abführmitteln oder Entwässerungspräparaten, das strikte Einhalten von Fastenzeiten oder übermäßiges Sportverhalten, um das Körpergewicht zu kontrollieren. Trotz bestehenden Normalgewichts ist das Selbstwertgefühl stark an Figur und Gewicht gekoppelt.

Die Binge-Eating-Störung (BED) ist eine relativ neue Diagnose und der Bulimie ähnlich. Die Betroffenen erleben ebenfalls Essanfälle ohne jedoch kompensatorische Maßnahmen zur Gewichtsreduktion anzuwenden, folglich findet kein Erbrechen, keine Einnahme von Abführmitteln oder ähnliches statt. Entsprechend hoch ist das Körpergewicht der Betroffenen. Auch bei der Adipositas (Fettsucht), welche jedoch keine psychische Störung darstellt ist das Körpergewicht im überdurchschnittlichen Bereich. Große Einschränkungen im Leben der Betroffenen sind zu beobachten, auch herrscht häufig Leidensdruck vor.

 
Posttraumatische Belastungsstörung

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Nach traumatischen Erfahrungen, wie dem Miterleben von Unfällen, Überfällen, Missbrauch, einer Vergewaltigung, Naturkatastrophen oder Kriegseinsätzen kann sich eine Posttraumatische Belastungsstörung entwickeln. Typische Symptome sind ein ständiges Wiedererleben und Erinnern des traumatischen Ereignisses, eine hohe Belastung bei Konfrontation mit Reizen, die an das Trauma erinnern und daraus resultierend ein starkes Vermeidungsverhalten. Das Gefühl von „emotionaler Taubheit“ und eine hohe psychophysiologische Erregung (Schreckhaftigkeit) liegen darüber hinaus vor. Die Chronifizierung der Symptomatik ist häufig, ebenso die Entwicklung einer depressiven Symptomatik wie auch einem Substanzmissbrauch, der infolge des Versuchs einer Selbstmedikation zu weiteren Problemen führen kann.

 
AD(H)S Aufmerksamkeitsdefizitstörung mit & ohne Hyperaktivität

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ADHS wird diagnostiziert, wenn eine ausgeprägte Unaufmerksamkeit, körperliche Unruhe und Impulsivität vorliegen, diese Symptome in mehreren unterschiedlichen Lebensbereichen (Zuhause, Schule, Freizeit) auftreten und bereits vor dem 6. Lebensjahr für mindestens sechs Monate bestanden.
Man unterscheidet den vorwiegend unaufmerksamen Typus sowie den vorwiegend hyperaktiv-impulsivem Typus, bei deren Entstehung biologische, psychische und soziale Faktoren eine Rolle spielen. Vor allem die fehlerhafte Neurotransmitterregulation des Botenstoffs Dopamin im Gehirn ist ursächlich für eine fehlerhafte Informationsverarbeitung. Aufmerksamkeit, Konzentrationsfähigkeit und die Kontrolle von Impulsen ist davon betroffen.

 
Persönlichkeitsstörungen

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Der Begriff Persönlichkeitsstörung beschreibt ein seit dem Jugendalter stabiles Muster des Verhaltens und Erlebens, welches merklich von den Erwartungen des soziokulturellen Umfeldes abweicht und zu Leid und Beeinträchtigung bei den Betroffenen führt. In dem Krankheitsklassifikationssystem ICD 10 werden neun spezifische Persönlichkeitsstörungen unterschieden. Betroffene haben charakteristische Persönlichkeitszüge, die jedoch im Vergleich zu gesunden Menschen, deutlich stärker ausgeprägt sind. Das Denken, Fühlen, die Interaktion mit anderen und der Umgebung wird im Laufe von Kindheit und Jugend geprägt, sodass normalerweise ein flexibler Umgang mit den Anforderungen der Umwelt möglich ist. Bei einer Persönlichkeitsstörung sind hingegen Charakterzüge oder Verhaltensstile sehr stark ausgeprägt und gleichzeitig starr und unflexibel. Betroffene leiden unter ihrer Art und Weise zu denken, zu fühlen und sich zu verhalten, da dies deutlich von der Art der meisten anderen Menschen abweicht und in der Regel zu Problemen im zwischenmenschlichen Miteinander führt. Die Differenzierung zwischen einem sehr ausgeprägten, auffälligem Persönlichkeitsstil und einer Störung sind jedoch schwierig, weshalb die Diagnose gut abzuklären ist.

 
Suchterkrankungen

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Bei Süchten unterscheidet man zwischen Substanzmissbrauch (z.B. Alkoholkonsum in großen Mengen) und Substanzabhängigkeit (z.B. Nikotinabhängigkeit), zwischen stoffgebundenen (z. B. Cannabiskonsum) und nicht-stoffgebundenen Abhängigkeiten (z. B. Spielsucht, Sexsucht) wie auch körperlicher (z.B. Alkohol, Nikotin) und psychischer (z.B. Kokain) Abhängigkeit. Die wichtigsten Kriterien für eine körperliche Abhängigkeit ist das Auftreten von Entzugssymptomen (z.B. Schwitzen, Zittern), der Entwicklung einer Toleranz des Körpers, sodass immer größere Mengen nötig sind um den gewünschten Effekt zu erzielen und ein damit einhergehender Kontrollverlust. Bei der psychischen Abhängigkeit besteht ein starkes und unwiderstehliches Verlangen nach der Substanz (engl. Craving). Suchtkranke konsumieren trotz ernsthafter gesundheitlicher oder sozialer Folgen, die Therapie ist langwierig und nicht selten durch Rückfälle geprägt. Neben Nikotin, Alkohol, Drogen und Verhaltenssüchten ist die Abhängigkeit von Medikamenten (z.B. Schmerzmittel) zur Selbstmedikation weit verbreitet. In meiner Praxis behandele ich nur Patienten die abstinent sind (z.B. Alkohol, Medikamente, Drogen) bzw. zur Abstinenz fest entschlossen sind (z.B. Nikotin, Verhaltenssüchte). Eine Entzugsbehandlung (z.B. Alkoholentgiftung) kann nur stationär und unter enger medizinischer Überwachung erfolgen.

 

Copyright © 2019 Dipl. Psych. Eva M. Köhler